Rosinenbrot

Es ist mal wieder Zeit für ein kulinarisches Kindheitsschmankerl aus dem Rheinland: Rosinenbrot (im Rheinischen auch „Rosinenblatz“ genannt). Bis heute liebe ich dieses flauschige Brot mit jeder Menge Rosinen – am liebsten ganz pur und dick mit Butter bestrichen. Im Berliner Exil überkam mich dann vor Kurzem mal wieder die Sehnsucht nach besagtem Rosinenbrot und dabei fiel mir auf, dass ich es noch nie selbst gebacken habe. Dieser Missstand musste natürlich umgehend aus der Welt geschaffen werden!

Rosinenbrot | Rezept

Als Basis habe ich das Rezept für diesen phänomenalen Hefezopf verwendet und auf die Größe einer Kastenform umgerechnet. Gleich vorweg: dieses Brot ist nicht mal eben schnell gemacht, sondern benötigt einiges an Vorbereitung und Planung. Dafür werdet ihr mit einem unglaublich saftigen und fluffigen Rosinenbrot belohnt, das bei richtiger Lagerung auch nach Tagen noch genauso gut schmeckt wie am ersten Tag.

Rosinenbrot | Rezept

Je länger die Gehzeit des Teiges, desto weniger Hefe benötigt ihr und desto bekömmlicher wird das Brot. Brote mit wenig Hefe und langen Gehzeiten halten sich außerdem deutlich länger frisch und werden nicht so schnell trocken. Für das Rosinenbrot benötigt ihr daher nur insgesamt 8g Frischhefe – dafür aber eine extra Prise Zeit und Geduld. Spätestens, wenn ihr den ersten Bissen nehmt, werdet ihr aber verstehen, dass sich die Mühe absolut gelohnt hat!

Rosinenbrot | Rezept

Wer nun absolut kein Fan von Rosinen ist, kann sie natürlich auch einfach weglassen (und wird dann mit einem köstlichen Briochebrot belohnt) oder aber durch Schokodrops ersetzen. Ich wünsche euch viel Freude beim Nachbacken!

Rosinenbrot | Rezept

Hier geht’s zum Rezept für das Rosinenbrot:

Rosinenbrot

Zutaten

Für den Vorteig:

  • 150 g zimmerwarme Milch
  • 75 g Weizenmehl Type 550
  • 75 g Dinkelmehl Type 630
  • 2 g frische Hefe (entspricht einer haselnussgroßen Kugel)

Für das Mehlkochstück:

  • 190 g Milch
  • 40 g Weizenmehl Type 550

Für den Hauptteig:

  • Vorteig
  • Mehlkochstück
  • 120 g zimmerwarme Milch
  • 60 g Zucker
  • 6 g frische Hefe
  • 565 g Weizenmehl Type 550
  • 15 g Salz
  • 115 g zimmerwarme Butter
  • 180 g Rosinen

Für die Eistreiche:

  • 1 Ei
  • 1 EL Sahne
  • 1 Prise Salz
  • 1 Prise Zucker

Anleitungen

Tag 1:

  • Für den Vorteig die Hefe in die Milch geben und verrühren, bis sie sich aufgelöst hat. Die beiden Mehle unterrühren bzw. unterkneten und den Vorteig abgedeckt 1-2 Stunden bei Zimmertemperatur stehen lassen. Anschließend 18-24 Stunden in den Kühlschrank stellen.
  • Für das Mehlkochstück das Mehl mit der Milch in einem Topf verrühren und unter ständigem Rühren aufkochen, bis die Masse eindickt. Vom Herd nehmen, direkt an der Oberfläche mit Frischhaltefolie abdecken und ebenfalls 18-24 Stunden im Kühlschrank abkühlen lassen.

Tag 2:

  • Am nächsten Tag den Vorteig und das Mehlkochstück aus dem Kühlschrank nehmen und auf Zimmertemperatur bringen. Anschließend beides zusammen mit allen übrigen Zutaten außer der Butter und den Rosinen in eine Schüssel geben und in der Küchenmaschine 10 Minuten auf niedriger Stufe verkneten. Dann die weiche Butter dazugeben und nochmals für 5-10 Minuten unterkneten, bis ein geschmeidiger Teig entstanden ist, der nicht mehr an der Schüssel klebt. Zum Schluss die Rosinen kurz unterkneten. Den Teig abdecken und nochmals 1 Stunde an einem warmen Ort gehen lassen.
  • Für die Eistreiche das Ei durch ein feines Sieb streichen und mit der Sahne, dem Zucker und dem Salz verrühren.
  • Den Teig in acht gleich große Stücke teilen, zu Kugeln formen und in Zweierreihen nebeneinander in eine gefettete Kastenform setzen. Mit der Eistreiche bestreichen und nochmals 30-45 Minuten an einem warmen Ort gehen lassen, bis der Teig merklich aufgegangen ist.
  • Den Backofen auf 190°C Ober- und Unterhitze vorheizen.
  • Das Brot vor dem Backen nochmal mit der restlichen Eistreiche bestreichen und auf der mittleren Schiene im vorgeheizten Backofen ca. 45 backen. Sollte das Brot oben zu dunkel werden, zwischendurch mit einer Lage Alufolie abdecken. Etwas abkühlen lassen und vorsichtig aus der Form lösen. Luftdicht aufbewahrt hält es sich eine Weile und schmeckt auch noch nach 4-5 Tagen gut!
  • Fröhliches Naschen!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Rezept Bewertung




Schließen
Alle Rechte vorbehalten. 2016-2021 © Elena Cremer | La Crema