Einfacher Zwetschgenkuchen mit Hefeteig

[Dieser Beitrag erschien erstmals am 3. Oktober 2020] Darf ich vorstellen: mein erster Kuchen Post-Masterarbeit aka einem schnellen Zwetschgenkuchen mit Hefeteig. Nachdem ich die letzten Wochen buchstäblich von morgens bis abends am Schreibtisch saß und ausschließlich für die Nahrungsaufnahme Pausen eingelegt habe, bin ich seit Montag endlich von dieser Last befreit und kann mich wieder in der Küche austoben. Und das ist auch dringend nötig – nach einem Monat (fast) ohne Backen hatte ich regelrechte Entzugserscheinungen.

Einfacher Zwetschgenkuchen mit Hefeteig | Rezept

Umso leckerer schmeckte dieser simple, aber feine Zwetschgenkuchen, bestehend aus einem einfachen Hefeteig und, nun ja, Zwetschgen. Ich persönlich versuche jedes mal, so viele Zwetschgen wie möglich auf den Teig zu quetschen, denn desto mehr Früchte, desto leckerer der Kuchen! Da ein ganzes Blech doch ein bisschen zu viel für unseren Zwei-Personen-Haushalt ist, habe ich das Rezept einfach halbiert und den Kuchen in einer runden Pizzaform gebacken.

Einfacher Zwetschgenkuchen mit Hefeteig | Rezept

Falls ihr keine flache runde Form habt, könnt ihr ihn aber natürlich auch einfach auf einem (halben) Blech backen – oder das Rezept verdoppeln und gleich ein ganzes Blech backen. Am allerbesten schmeckt der Kuchen noch lauwarm mit etwas halbsteif geschlagener Sahne mit Vanille.

Einfacher Zwetschgenkuchen mit Hefeteig | Rezept

Diese Art von Zwetschgenkuchen hat ja viele lokale Bezeichnungen, in Köln heißt er beispielsweise „Prummetaat“. Verratet mir doch mal in den Kommentaren, wie er bei euch in der Region genannt wird!

Einfacher Zwetschgenkuchen mit Hefeteig | Rezept

Hier geht’s zum Rezept für den Zwetschgenkuchen:

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Zwetschgenkuchen

Zutaten

Für den Hefeteig:

  • 250 g Mehl (Type 550)
  • 100 g lauwarme Milch
  • 10 g frische Hefe
  • 40 g Zucker
  • 1 Prise Salz
  • 1 Prise gemahlene Vanille
  • 1 kleines Ei
  • 40 g weiche Butter

Für den Belag:

  • 2 EL brauner Zucker
  • 1 TL Zimt
  • 1 kg Zwetschgen

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Anleitungen

  • Für den Hefeteig das Mehl in eine Schüssel geben und in der Mitte eine Mulde formen. Die Hefe in der lauwarmen Milch auflösen, 1 EL Zucker unterrühren und alles in die Mehlmulde gießen. Die Hefemilch mit etwas Mehl verrühren, die Schüssel mit einem Küchentuch abdecken und den Vorteig 10 Minuten gehen lassen.
  • Den restlichen Zucker, die Vanille, das Salz und das Ei hinzugeben und den Teig bei niedriger Geschwindigkeit 10 Minuten lang in der Küchenmaschine kneten. Dann die weiche Butter hinzugeben und bei mittlerer Geschwindkeit nochmal 5-10 Minuten kneten, bis sich der Teig vom Schüsselrand löst.
  • Die Teigschüssel wieder mit einem Küchenhandtuch abdecken und an einem warmen Ort 1 Stunde gehen lassen, bis sich sein Volumen verdoppelt hat.
  • In der Zwischenzeit die Zwetschgen waschen, halbieren und entkernen. Dann die Hälften mit einem Messer vorsichtig mittig einschneiden, aber nicht komplett durchschneiden.
  • Den gegangenen Teig nochmals kurz durchkneten und zu einem Kreis mit etwa 30cm Durchmesser ausrollen. In eine mit Backpapier ausgelegte Pizzaform oder auf ein Backblech legen. Den braunen Zucker mit dem Zimt vermischen und den Teigboden gleichmäßig damit bestreuen. Dann die vorbereiteten Zwetschgen fächerförmig auf dem Teig anordnen. Den Kuchen ein letztes Mal 20 Minuten bei Zimmertemperatur gehen lassen.
  • In der Zwischenzeit den Ofen auf 190°C Ober- und Unterhitze vorheizen. Den Kuchen auf der mittleren Schiene im vorgeheizten Backofen 35-45 Minuten backen.
  • Mit halbsteif geschlagener Sahne servieren. Guten Appetit!

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  1. Hallo 🙂
    Das Rezept klingt toll! Ist es möglich, den Kuchen am Abend vorher zu backen? Oder sollte man lieber nur den Teig vorbereiten & über Nacht in den Kühlschrank stellen um den Kuchen am nächsten Tag zu backen? LG!

  2. Hervorragend….meinst Du man kann den Teig auch für Dampfknödel mit Pflaumenfüllung verwenden?

    1. Elena Autor sagte:

      Hi Arno,
      ich denke schon, der Teig ist ja recht weich. Wäre auf jeden Fall einen Versuch wert! 😉
      Liebe Grüße
      Elena

  3. Das Rezept ist super. Ich habe ein Blech je zur Hälfte mit Zwetschken und Apfelspalten belegt. Damit der Belag nicht austrocknet, habe ich das Obst und den Teig am Anfang und 5 Minuten vor Ende der Backzeit mit Aprikosengelee bepinselt. Das Ergebnis ist super! Der Kuchen glänzt verführerisch und schmeckt himmlisch gut!

    1. Elena Autor sagte:

      Mmmh, das klingt köstlich! Freut mich sehr, dass es dir geschmeckt hat.
      Liebe Grüße
      Elena

  4. Hallo Elena,
    mein Zwetschgen Kuchen ist super geworden, der Teig ist ein Traum!!! Normalerweise habe ich immer Probleme, den Kuchen auf der Hefekuchen Form zu bekommen ohne dass er zerbricht, aber mit dem Backpapier hat es super geklappt.
    Echt Mega lecker, vielen lieben Dank.

    1. Elena Autor sagte:

      Liebe Annette,
      toll, das freut mich sehr! ♥️
      Liebe Grüße
      Elena

  5. Wunderbar geklappt, Teig ist sehr gut geworden. Kann ich nur empfehlen. Traumhafter Zwetschgenkuchen

    1. Elena Autor sagte:

      Das freut mich sehr! ♥️

    2. Piamiller sagte:

      Hallo bin pia freue mich auf deine rezepte danke erstmal lg pia

  6. LG Dragica sagte:

    Hallo Elena,
    Ein unkompliziertes gelingsicheres Rezept. Vielen Dank dafür❤️hab zuerst mit Handrührgerät, dann mit der Hand insgesamt ca. 5 Minuten gerührt. 1 Std ruhen lassen. Der Teig ist wunderbar gegangen. Perfekt

    1. Elena Autor sagte:

      Hallo Dragica,
      sehr schön, das freut mich ❤️.
      Liebe Grüße,
      Elena

  7. Stefanie sagte:

    Hallo Elena, mit großem Interesse lese ich dieses Rezept und erlebe eine geschmackliche Erinnerung an den Pflaumenblechkuchen aus dem Rheinland. Ist evtl. auch vegane Teigvariante vorstellbar? Meine Tochter ist Veganerin und für Tipps wäre ich dankbar. LG!

    1. Elena Autor sagte:

      Liebe Stefanie,
      du kannst die Milch und Butter einfach durch Sojamilch und vegane Butter ersetzen und satt dem Ei einen Esslöffel Sojajoghurt verwenden.
      Liebe Grüße,
      Elena

  8. Als gebürtiger Berliner mit Wurzelausläufern ins hessische hab ich den Kuchen einfach als Zwetschgenkuchen kennen und lieben gelernt. Mittlerweile lebe ich im Allgäu und hier heißt er halt Zwetschgendatschi und wird in aller Regel mit Mürbeteig und oft irgendwie mit Streusel oder anderem Gedöns bedeckt. Und auch das kann lecker sein, aber zu Hause in der Heimat und wenn ich selber backe, dann backe ich ihn genau wie in deinem Rezept beschrieben. Mit reichlich Vanille oder mit Zimt-Sahne. Da kommt nichts drüber!

  9. Als gebürtiger Berliner mit Wurzelausläufern ins hessische hab ich den Kuchen einfach als Zwetschgenkuchen kennen und lieben gelernt. Mittlerweile lebe ich im Allgäu und hier heißt er halt Zwetschgendatschi und wird in aller Regel mit Mürbeteig und oft irgendwie mit Streusel oder anderem Gedöns bedeckt. Und auch das kann lecker sein, aber zu Hause und wenn ich selber backe, dann ist dieses Rezept für mich das einzig Wahre. Mit reichlich Vanille oder mit Zimt-Sahne.

  10. In der Pfalz heißt er Quetsche kuche

  11. Reinhard Hauff sagte:

    Und hier der Tipp für ein perfektes Topping: die Oberfläche soll glänzen und ein Geschmacksverstärker sein. Also circa 100 g Holunder Blütengelee, etwas Kocosblütenzucker, etwas Zimt und Rum kurz aufwärmen und darüber pinseln

  12. Hallo der Kuchen wurde super aber könnte man den auch mit Apfelspalten backen

    1. Elena Autor sagte:

      Hallo Beate,
      Na klar, warum nicht? Wird dann vermutlich nur etwas trockener.
      Liebe Grüße,
      Elena

  13. Jonas Walter sagte:

    Super lecker. Nehmt unbedingt 1kg.!!

  14. Hi Elena,
    muss ich die doppelte Menge planen für ein Blech?
    Danke und liebe Grüße
    André

    1. Elena Autor sagte:

      Hi André,
      ja, genau! 🙂
      Liebe Grüße,
      Elena

      1. Danke :). Nur kurz noch, da im Text folgendes steht:
        Den gegangenen Teig nochmals kurz durchkneten und zu einem Kreis mit etwa 30cm Durchmesser ausrollen. In eine mit Backpapier ausgelegte Pizzaform oder auf ein Backblech legen.

        Sprich dein Rezept hier – reicht für ein Backblech oder muss mal zwei genommen werden 🙂
        Danke und ein tolles Wochenende.

        1. wir haben einfach eine 28er Springform genommen, damit hat es auch super geklappt!

          toller, fluffiger teig!

      2. Also wirklich die doppelte Menge für ein Blech also 500g Mehl?

        Danke 🙂

        1. Elena Autor sagte:

          Genau, bei einem normalen, großen Backblech wären es dann 500g Mehl 🙂

  15. 5*+ was ein toller Hefeteig!
    Vielen Dank für das Rezept.

    1. Elena Autor sagte:

      Liebe Nadine,
      das freut mich sehr! Danke für das tolle Feedback ❤️🥰.
      Liebe Grüße,
      Elena

  16. Blöde Frage von einem Backanfänger: Kann man statt einer Küchenmaschine auch ein Handrührgerät nehmen?

    1. Elena Autor sagte:

      Hi Stefan,
      Gar keine blöde Frage! Für den Hefeteig würde ich kein Handrührgerät empfehlen, das schafft diese Teigstärke meist nicht gut. Du kannst den Teig stattdessen per Hand kneten, das wird aber dauern (30-45 Minuten können es schon werden, je nachdem, wie ausdauernd du bist 😅).
      Liebe Grüße,
      Elena

      1. Brigitte sagte:

        Hallo, ich habe heute den Hefeteig mit einem Handrührgerät geknetet, da ich keine Küchenmaschine besitze. Ich hatte auch kein 550er Mehl zuhause, sondern nur 405er Rosenmehl. Ansonsten komplett nach dem Rezept gerichtet. Etwas weniger Zucker auf den Teigboden gestreut. Der Kuchen wurde perfekt. Super fluffig und trotz viel saftiger Früchte kross gebacken. Man muss ihn nur ein bisschen ruhen lassen, nach dem Backen, die Früchte waren sehr saftig.
        Dieses Rezept hat alle Sterne verdient, man kann es sicherlich x-mal variieren. Vielen Dank dafür!

  17. Martina sagte:

    Ich habe den Kuchen heute gebacken und er schmeckt wirklich wunderbar. Der Teig ist gut gegangen und schmeckt leicht süß. Ein Genuß , wenn man ihn noch warm ißt und die Sahne darauf zerläuft.👍

    1. Elena Autor sagte:

      Hi Martina,
      wie schön zu lesen, das freut mich sehr!
      Liebe Grüße,
      Elena

  18. Hallihallo 🙃
    Kann ich den Teig auch mit Trockenhefe zaubern? Falls ja, wieviel sollte ich nehmen?
    Danke für eine Antwort & Danke für die tollen Rezeptideen 🙇‍♀️

    1. Elena Autor sagte:

      Hi Inger,
      Auf jeden Fall! Trockenhefe kannst du immer im Verhältnis 3:1 zu Frischhefe Umrechen – also 1g Trockenhefe entspricht 3g Frischhefe.
      Liebe Grüße,
      Elena

  19. Ich habe gerade Deinen Zwetschgenkuchen gebacken und gleich probiert und bin begeistert ! Der Teig ist super lecker und einfach gemacht. In Kombi mit frischen saftigen Zwetschgen und Sahne ein Gaumenschmaus. Wunderbar mal nicht vom sonst klassischen großen Backblech, sondern in der runden Form, ideal wenn es etwas kleiner sein soll und man es schnell verzehren möchte. Ist gespeichert 😊 Herzlichen Dank

    1. Elena Autor sagte:

      Liebe Urte,
      wie schön, das freut mich sehr! 😊
      Liebe Grüße,
      Elena

  20. Haben gerade das Rezept ausprobiert: ein Traum! Der Teig ist einfach perfekt, außen schön fest, hält sogar dem Saft der Zwetschgen stand, und innen schon fluffig weich, leicht süß. Ein perfekter Kontrast zum sauren Obst. Also super, das kommt direkt ins Familienkochbuch. Danke!

    1. Elena Autor sagte:

      Liebe Lisa,
      wie schön, das freut mich! Ich liebe diesen Kuchen auch sehr :).
      Liebe Grüße,
      Elena

  21. Christine Rogall sagte:

    Hallo, bri uns in der Pfalz heißt der Quetchekuche und wird mit guter hausgemachter Karzoffelsuppe gegessen.
    Kompliment, der Hefeteig nach Deinem Rezept schmeckt wirklich so wie von meiner Omi! Nach sowas hab ich gesucht. Danke.

    1. Elena Autor sagte:

      Liebe Christine,
      was für ein tolles Kompliment, das freut mich sehr! ♥️
      Ganz liebe Grüße
      Elena

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