Mein Tag beim 3. JRE Patisserie Cup | Geburtstags-Gewinnspiel

3. JRE Patisserie Cup | La Crema Patisserie Food- und Backblog

Für Eilige: Hier geht’s direkt zum Gewinnspiel!

Wer mir auf Instagram folgt, hat vielleicht schon mitbekommen, dass ich vergangenen Montag beim 3. JRE Patisserie Cup im Kölner Schokoladenmuseum dabei sein durfte und den Profis über die Schultern geschaut habe, als das beste Dessert des Jahres gekürt wurde. Schon mal was von Basilikummaltodextrin, Rhabarber Brunoise oder Kerbelsponge gehört? Nein? Kein Wunder, denn soviel vorweg: mit gemütlichem Kuchenbacken am heimischen Herd hatte das, was die 12 Teams dort seit dem frühen Montagmorgen darboten,  mal so gar nichts zu tun! Den ein oder anderen Trick konnte ich mir aber trotzdem abschauen 😉. 

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Auch in diesem Jahr fand der Patisserie Cup der JRE im Kölner Schokoladenmuseum statt

Aber der Reihe nach: die Jeunes Restaurateurs sind eine Vereinigung von Deutschlands jungen Spitzenköchen, die mit derzeit 70 Mitgliedern eine der stärksten Landesvereinigungen der Jeunes Restaurateurs d’Europe bilden. Wer Mitglied werden möchte, muss strenge Aufnahmekriterien erfüllen und darf beispielsweise nicht jünger als 25 und nicht älter als 37 Jahre sein. Außerdem muss man in mindestens drei einschlägigen Restaurantführern erwähnt sein. 

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Team 3 beim Zubereiten seiner Kreation

Neben Werten wie Nachhaltigkeit und Regionalität, liegt der Vereinigung die Nachwuchsförderung besonders am Herzen. Auch der Patisserie-Wettbewerb, der dieses Jahr schon zum dritten Mal im Kölner Schokoladenmuseum stattfand, ist Teil der Ausbildungsförderung der JRE: Die Teams, die im Wettstreit um das beste Dessert gegeneinander antraten, mussten aus jeweils einem oder einer Auszubildenden und einem erfahrenen Patissier bestehen. 

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Schokolade und Champagner waren die einzigen vorgegebenen Zutaten, die verarbeitet werden mussten

Von den 12 teilnehmenden Teams kamen zehn aus Deutschland, eins aus Österreich und eins aus den Niederlanden. Die „einzigen“ Vorgaben, welche die Teams im Vorfeld erhalten hatten, waren folgende:

  1. Das Dessert muss als Komponente die Schokolade und den Champagner der beiden Hauptsponsoren des Events enthalten (und damit harmonieren).
  2. Das Dessert muss mindestens eine warme und eine kalte Komponente enthalten.
  3. Es muss ein frühlingshaftes Dessert sein.

Ich wäre alleine mit diesen drei Vorgaben schon ziemlich überfordert, aber für einen Weltklasse Patissier ist das natürlich kein Problem.  Eher problematisch wurde da die knappe Zeitvorgabe von zwei Stunden, innerhalb derer alle Komponenten vor- und zubereitet, angerichtet und serviert werden mussten. Lediglich das vorherige Abwiegen der Zutaten war erlaubt.

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Die Geschmacksjury um Bernd Siefert in freudiger Erwartung des ersten Desserts

Während es im Restaurant weniger darauf ankommt, ob das Dessert fünf Minuten früher oder später serviert wird, mussten die Teller hier pünktlich auf die Minute vor der Jury stehen. Verlängerungen der Abgabefrist waren nicht vorgesehen! Der ein oder andere bekam da in den letzten Minuten vor Ablauf der Zeit schon mal zittrige Finger und spritzte sein Blutorangengel vor Nervosität ein paar Millimeter weiter nach links als geplant.

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„Springtime in der Börde“

Trotz Zeitdruck und dem zusätzlichen Stressfaktor durch die zahlreichen Zuschauer, die jeden Handgriff live mitverfolgen konnten, wurden aber alle Teams innerhalb der zwei Stunden fertig und pünktlich um 11:15 Uhr wurde der Jury das erste Dessert serviert. Zu den wichtigsten Bewertungskriterien gehörten neben der Einhaltung der Vorgaben vor allem Geschmack, Aussehen und Originalität des Desserts. 

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Vor dem Mund muss erstmal die Nase ihr Urteil abgeben

Neben der fünfköpfigen Geschmacksjury um Chefjuror und Konditor-Weltmeister Bernd Siefert (angeblich der „Dieter Bohlen unter den Patissiers“), gab es außerdem noch zwei Technikjuroren, die den Teams die ganze Zeit über auf die Finger schauten und auf hygienisches und wirtschaftliches (=nachhaltiges) Arbeiten achteten. Im Falle eines unentschieden der Geschmacksjury, hätte die Bewertung der Technikjury entschieden. Bei der Verköstigung wurde deutlich: Auch vor Konditor-Weltmeistern macht das Social-Media-Zeitalter nicht halt. Vor dem Löffel griffen die Juroren allesamt erstmal zum Smartphone um die süßen Kunstwerke zu fotografieren. 

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„Springtime“

Besonders beliebt auf den Zutatenlisten war Rhabarber – fast alle Teams benutzten ihn für ihr Dessert. Es gibt ja auch kaum eine andere Zutat, die so herrlich nach Frühling schmeckt! Außerordentlich beliebt waren außerdem auch weiße Schokolade und frische oder verarbeitete Kräuter: von Sauerampfer über Kerbel bis Basilikum war (fast) alles dabei.

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Team 8 beim Anrichten ihres Desserts „‚Donut‘ drink and drive with Champagne!“

Bis zur Verkündung der beiden glücklichen Gewinner/innen mussten sich die Teams allerdings noch eine ganze Weile gedulden, die Siegerehrung fand nämlich erst später am Abend statt. In der Zwischenzeit schwirrten einige Gruppen von Berufsschüler/innen, welche die JRE ebenfalls im Rahmen ihrer Nachwuchsförderung eingeladen hatte, in die Räumlichkeiten des Schokoladenmuseums und schauten den Profis neugierig bei der Arbeit zu. Der steigende Zuschauerandrang trug bei letzteren natürlich nicht unbedingt zur Beruhigung der Nerven bei. 

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„Alte Liebe in neuem Gewand“

Einige der verarbeiteten Komponenten und Deko-Elemente waren so fragil, dass ich schon vom blossen Zuschauen Schweißausbrüche bekam. In weiser Voraussicht bereiteten aber alle von vornherein die doppelte und dreifache Menge zu, damit bei Pannen Ersatz zur Hand war. Immerhin diese eine Sache haben die Profis mit uns Hobby-Patissiers gemeinsam! 

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Das Team von Chef Patissier Stefan Kneip hatte einen ganz besonders filigranen Schokoladendekor kreiert

Das Probieren der feinen Kreationen war leider nur der Jury vorenthalten (die Glücklichen durften sich tatsächlich durch 12 verschiedene Desserts futtern!). Aber hier und da konnte ich dann doch ein Stückchen Brownie oder ein Löffelchen Eis abstauben. Und was soll ich sagen? Überaus köstlich! Die Urheber gehören  nicht umsonst zu Deutschlands jungen Spitzenköchen. 

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Entsprechend viel Fingerspitzengefühl war beim Anrichten des Tellers gefragt

Gegen 19 Uhr war es dann endlich soweit: Nach den üblichen einführenden Worten und Dankesreden hatte das Warten und Bangen ein Ende und die beiden glücklichen Gewinner/innen wurden auf die Bühne gerufen: Birgit Stefanie Wieland und Alexander Gasslbauer vom Restaurant Storstad in Regensburg konnten die Jury mit ihrem Dessert „Lovely soft, green and pink!“ überzeugen. 

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Das Siegerteam: Birgit Stefanie Wieland & Alexander Gasslbauer mit ihrer Kreation

Dieses bestand aus Sage und Schreibe 14 (!) verschiedenen Komponenten. Nämlich: 

  1. Weißes Schokoladeneis
  2. Kern Biskuit
  3. Rhabarberchips
  4. Rhabarbergel
  5. Zerealien
  6. Geschmorter Rhabarber
  7. Weißer Schokoladenpuder
  8. Rhabarberstreifen (roh)
  9. Rhabarberstreifen
  10. Champagner-Rhabarbersud (warm)
  11. Rhabarberkompott
  12. Sauerampfer-Gel
  13. Weißes Champagner Mousse
  14. Biskuit
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Das beste Dessert des Abends: „Lovely Soft, Green and Pink!“

Mein Fazit für diesen spannenden Tag: Patisserie in der Spitzengastronomie hat mit dem Dasein einer Hobby-Bäckerin in etwa so viel zu tun wie Albert Einstein mit einem Mathelehrer. Statt Kochen bzw. Backen ist hier eher höhere Physik gefragt, die Anordnung der einzelnen Komponenten auf dem Teller und die Zusammenstellung des Geschmackserlebnisses eine Wissenschaft für sich. 

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Beim Anrichten ist höchste Konzentration gefragt

Alles in allem war der Ausflug in die Spitzenpatisserie ein tolles Erlebnis mit vielen spannenden Eindrücken. So eine kunstvoll angeordnete Dessert-Landschaft mit Champagnerschaum, Kerbelgel und getrockneter Milch erfreut definitiv Augen und Gaumen, aber unter uns: ein Marmorkuchen mit Schokoguss ist auch was Feines 😉.

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Shakespeare für die Geschmacksknospen: „What’s in a name? A rose by any other name would smell as sweet“ lautet der poetische Titel dieser Kreation

Geburtstags-Gewinnspiel (sponsored Event)

Auch dieses Mal gibt es natürlich wieder etwas Tolles zu gewinnen. Und zwar ein Überraschungspaket von Cardin Deko zum Thema Backen & Patisserie, damit ihr gleich loslegen und inspiriert von den Profis eure eigenen Dessert-Kunstwerke entwickeln könnt!

Der Online Shop für Konditoreibedarf und Patisseriezubehör führt alles, was das (Hobby)Bäckerherz begehrt und gehört zu meinen verlässlichsten Anlaufstellen, wenn ich Werkzeug oder Zubehör für meine süßen Kreationen benötige. 

   

An dieser Stelle nochmal ein herzliches Dankeschön an Tatjana Krines-Ziegler und Frank Ziegler für die freundliche Zusammenarbeit.

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